17 Mai 2016

[Rezension] Die Schneekönigin

Die Schneekönigin von Michael Cunningham






Fakten zum Buch
✔ Gebundene Ausgabe
✔ 288 Seiten
✔ Genre: Roman 
✔ Preis: 21,99 €














Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. Sie sind in den sogenannten besten Jahren und können es noch nicht ganz glauben, dass sich ihre Träume niemals erfüllen werden: Tyler, ein genialer Musiker, steht immer noch ohne Band und ohne Erfolg da. Aber er wird, das nimmt er sich vor und dafür sucht er sich heimlich Inspiration beim Kokain, das ultimative Liebeslied für Beth komponieren, ja, er wird es ihr bei der geplanten Hochzeit vorsingen ... Barrett, fast Literaturwissenschaftler, fast Startup-Unternehmer, fast Lord Byron, verkauft Secondhand-Designerklamotten in Beths Laden und trauert seinem letzten Lover nach, der ihn gerade schnöde per SMS abserviert hat. Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte …

Puuuh. Was soll ich dazu sagen. Es ist einfach ein komplett anderes Buch, als die, die ich sonst lese. Ich habe es als Rezensionsexemplar erhalten und hatte lange Zeit keine Lust es zu lesen. Es hat mich irgendwie nicht angesprochen. Als ich anfing es zu lesen, hatte sich meine Befürchtung auch bestätigt. Der Schreibstil ist einfach so langweilig gewesen. Sehr wenig Dialoge, dafür wurde alles haarkleinst beschrieben. Ich persönlich finde detaillierte Beschreibungen zwar super, weil ich mir dann alles bildlich super vorstellen kann, aber wenn man wirklich eine halbe Seite am Stück nur eine Beschreibung von einem Raum liest oder ähnliches, hat man einfach keine Lust mehr weiterzulesen. So ging es mir. Ich habe das Buch wirklich sehr sehr oft an die Seite gelegt. Das Buch ist ja an das Märchen "Die Schneekönigin" angelehnt und dadurch sehr poetisch gestaltet. Allerdings in der neuen Zeit beschrieben. Das Buch würde ich aber wirklich nur Leuten empfehlen, die soetwas gerne lesen oder evtl. schon gelesen haben. Ansonsten ist es einfach (wie für mich) zu langweilig gestaltet. Es ist dramatisch und poetisch gestaltet, aber keineswegs schlecht. Die Ausarbeitung der Charaktere haben mir super gefallen. Sie waren alle sehr tiefgründig und haben einem genug Stoff zum Nachdenken gegeben. ABER: Sie hatten wirklich alle so verwirrende Gedankengänge (abschweifen etc.), das ich mehr als einmal den Anschluss verloren habe und nicht mehr wusste, was der eigentliche Gedanke war. (ich hoffe ihr versteht was ich meine :D) Ansonsten habe ich eigentlich nichts auszusetzen, aber dieser verwirrende, zu sehr detaillierte Schreibstil hat mir nicht gefallen. 

Ich denke, dass dieses Buch ein gutes Buch für die Schule wäre. Es ist sehr tiefgründig und poetisch, was genug Diskussions- und Interpretationsmaterial für ein paar Schulstunden hergibt. Für Leute, die kein Interesse an Poesie haben, ist es nichts - meiner Meinung nach. Der Schreibstil war mir persönlich zu langweilig und verwirrend, was dafür sorgte, dass ich das Buch mehrmals weggelegt habe. 

























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